«Was für eine Ehre! Und wie beängstigend, Werke zu schaffen, die ihren Platz an einem so bedeutenden Ort bekommen.» Das sagte der Bieler Künstler Manuel Dürr letzten Herbst, als er seine 14 grossformatigen Ölgemälde für einen neuen Kreuzweg im Petersdom in Rom gemalt hatte.
Am 20. Februar ist nun der grosse Tag gekommen: Das Werk des Schweizers wird in einer feierlichen Messe geweiht. Noch besteht gar die Möglichkeit, dass Papst Leo XIV. die Weihung persönlich vornehmen wird, wie Manuel Dürr aus Rom berichtet.
Internationaler Wettbewerb
Die für die Papstbasilika St. Peter im Vatikan verantwortliche «Fabbrica di San Pietro» hatte im Jahr 2024 einen internationalen Wettbewerb zur Realisierung einer «Via Crucis» (Kreuzweg) für den Petersdom ausgeschrieben. Ziel des Wettbewerbs war es, den Gläubigen während der jährlichen Fastenzeit vor Ostern eine zusätzliche Möglichkeit zur Kontemplation und zum Gebet in der Hauptkirche der römisch-katholischen Christenheit zu schenken.
Diesen Kunstwettbewerb gewann Manuel Dürr. An dem Wettbewerb nahmen über 1000 Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Welt teil.
Die Jury, bestehend aus führenden Kunsthistorikern, Liturgikern und vatikanischen Würdenträgern, lobte insbesondere die tiefe Spiritualität und Ausdruckskraft in Dürrs Skizzen. Seine Darstellungen der 14 Stationen des Leidenswegs Christi werden jährlich wiederkehrend während der Passions- und Osterzeit im zentralen Kirchenschiff der Papstbasilika ausgestellt sein.
Die Konsekration (Weihe) der Bildergruppe sei Ausdruck der hohen Wertschätzung und Zufriedenheit der «Fabbrica di San Pietro» und anderer Entscheidungsträger im Vatikan, so der Künstler.
