ADHS: Diese Buchstaben stehen für die sogenannte Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung. Betroffene können sich schwer fokussieren und organisieren, bis hin zur Überforderung. Zugleich sind sie häufig sehr einfühlsam, fantasievoll und kreativ. Auch die Pfarrerin, die im Text unten eigene Erfahrungen schildert, hat die Diagnose.
Die Frau, die nur anonym erzählen möchte, ist bei Weitem kein Einzelfall: Die Zahl der Diagnosen ist stark angestiegen. Auch wird ADHS fast doppelt so oft medikamentös behandelt wie noch vor vier Jahren. Speziell bei Buben schnellen die Diagnosen in die Höhe. Bei den Mädchen erfolgt seltener eine Diagnose, weil sie oft eine unauffälligere Form der ADHS haben.
