Die Reformierte Kirche Aargau steht unter starkem Druck. Innert 20 Jahren hat sie einen Drittel ihrer Mitglieder verloren. Ende 2025 zählte sie 128 778 Personen, in fünf Jahren dürften es bloss noch rund 100 000 sein. Die Folgen: weniger Steuereinnahmen bei gleichbleibenden Aufgaben, weniger Personal, weniger Freiwillige, zudem unbesetzte Sitze in den Kirchenpflegen. Der Handlungsspielraum vieler Kirchgemeinden ist sehr eng geworden.
«Die Massnahmen reichen nicht», sagte der Wettinger Pfarrer Lutz Fischer im August bei der Präsentation eines neuen Modells im Badener Kirchgemeindehaus. Immer weniger Mitwirkende müssten die gleichen Aufgaben bewältigen, Angebote würden abgebaut, Gebäude zur Last. «Wir dürfen nicht warten, bis nichts mehr geht und wir zu Veränderungen gezwungen sind. Jetzt können wir die Zukunft gestalten.»
