Der Name der Heiligen Marie war ursprünglich nicht der Name der Gemeinde, sondern der Wallfahrtskirche, die letzte Etappe des Pilgerweges nach Müstair. Das Dorf hiess Silvaplana.
Die evangelisch-reformierte Kirche wurde im 8. Jahrhundert erbaut und im Jahre 1492 vergrössert. Es handelt sich um einen spätgotischen Bau, wobei der Kirchturm wahrscheinlich etwas älter ist.
Die Apostel an den Wänden
Über dem Eingang befindet sich ein Fresko, das Gethsemane darstellt, mit dem betenden Christus und drei schlafenden Aposteln. An den Wänden in der Kirche finden wir sieben Apostel, welche das apostolische Glaubensbekenntnis kundtun. Jeder hat ein Spruchband, Petrus, als erster, wird vom «Credo in Deum» umrahmt, Matthias als Letzter das Ende hat das Spruchband «et vitam eternam».
Draussen an der Mauer, quasi auf der Rückseite des Petrus, steht ein Riesen-Fresko mit dem Heiligen Christophorus, der das Jesuskind auf seinen Schultern trägt. Im Jahre 1528 wurde hier die Reformation angenommen und bis 1838 wurde die Kirche paritätisch genutzt.
Im Video erzählt der ehemalige Kirchgemeindepräsident Peter Pünchera von den Herausforderungen, denen er in seiner Amtszeit begegnet ist. Er macht sich auch seine Gedanken zu Religion, Kirche und Zukunft des Glaubens.
