Die Administration des amerikanischen Präsidenten Donald Trump stellt mehr als drei Viertel der Programme ihrer Agentur für internationale Zusammenarbeit (USAID) ein. Nach einem weltweiten Zahlungsstopp an Partnerorganisationen und der Entlassung von Tausenden Mitarbeitenden verkündete Aussenminister Marco Rubio Mitte März das Ergebnis einer sechswöchigen Überprüfung der Behörde. Die Konsequenzen für Menschen in Not sind immens.
Von einem Erdbeben für die Entwicklungszusammenarbeit weltweit spricht Stephan Klingebiel. Der Politologe ist Abteilungsleiter am German Institute of Development and Sustainability (IDOS). «Die Lücke, welche die USA hinterlassen, ist riesig», sagt er. Tatsächlich gaben die USA 2023 rund 65 Milliarden Dollar für Entwicklungszusammenarbeit und Nothilfe aus. Das entspricht fast einem Drittel der gesamten Mittel, die sämtliche OECD-Mitglieder für Entwicklungshilfe ausgeben.