In ländlichen Gebieten Afrikas, Asiens und Lateinamerikas entscheidet ein Samenkorn über Leben oder Hunger, Unabhängigkeit oder Abhängigkeit. Saatgut ist mehr als ein landwirtschaftliches Mittel: Es bewahrt genetisches Wissen, kulturelles Erbe und sichert das Überleben von Hunderten Millionen Kleinbauern und -bäuerinnen.
Doch dieses Fundament der Ernährung bröckelt weltweit – nicht nur durch Klimawandel und Kriege, sondern auch durch Strukturen. Sie machen Saatgut zum Handelsgut, statt es als Gemeingut zu schützen – sagt das Hilfswerk der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (Heks).
Vier Konzerne kontrollieren 56 Prozent des Saatguts weltweit
Nach Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen sind in den letzten 100 Jahren etwa 75 Prozent der Kulturpflanzenvielfalt verschwunden. Von einst 30‘000 essbaren Sorten bleiben nur noch wenige hundert, die den Grossteil unserer Kalorien liefern.
