Gebet und Musik: Das füllte am 24. Februar, einem Dienstagabend, Berns grösste Kirche bis auf den letzten Platz mit Menschen. Zum Friedensgebet und Konzert im Münster eingeladen hatten die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK), die Berner Kirchen und die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz (EKS).
Nach der Begrüssung durch den christkatholischen Pfarrer Daniel Konrad im Namen der AGCK und durch Judith Pörksen, Synodalratspräsidentin der reformierten Berner Landeskirchen (Refbejuso) begann Bischof Felix Gmür den Gottesdienst. «Wir wollen beten, dass es in diesem langen Krieg irgendwo einen Raum für die Sehnsucht nach Frieden gibt. Einen Raum für die Stille inmitten des Lärms der Waffen, für die Vernunft inmitten des Wahnsinns der Menschen.»
Bewusst ökumenisch
Beim Gebet kamen auch EKS-Ratspräsidentin Rita Famos, Jürg Bräker von den Mennoniten und Mariia Gerlan zu Wort, ein aus der Ukraine geflüchteter Teenager. So gestalteten verschiedene christliche Traditionen die Feier.
«Wir fühlten uns vereint im Gebet und getragen von der Musik aus der Ukraine», sagt Rita Famos nach dem Gottesdienst. «Inmitten der Ohnmacht gegenüber einem so langen und schmerzhaften Krieg war spürbar: Wir sind nicht gleichgültig. Wir bringen Klage, Hoffnung und Fürbitte vor Gott.»
